Schmerzen im Rücken: das Zusammenspiel von Muskeln

Schmerzen im Rücken: das Zusammenspiel von Muskeln


Lernen Sie Rückenschmerzen zu verstehen – erfahren Sie mehr
über die Verbindung zwischen Muskeln und Schmerzen im Rücken.

Eine gesunde Rückenmuskulatur erleichtert den Alltag – auch bei schweren Arbeiten.

Muskeln geben dem Körper Halt und Beweglichkeit. Werden sie nur einseitig oder in bestimmten Bereichen gar nicht trainiert, führt dies zu Dysbalancen, einem muskulären Ungleichgewicht. Dabei wird eine Muskelgruppe ständig vermehrt angespannt und übernimmt somit die meiste Arbeit, während andere Muskelgruppen zu wenig beansprucht werden.

Solche Ungleichgewichte sind leicht an der Haltung zu erkennen: hochgezogene, angespannte oder eingefallene Schultern, ein hängender Kopf, ein Buckel oder ein übertriebenes Hohlkreuz – das alles können Anzeichen dafür sein.


Ein typisches Ungleichgewicht tritt häufig in der Lendenwirbelsäule auf.
Der Gegenspieler der Rückenmuskulatur ist die Bauchmuskulatur.
Bei Sportlern, die vermehrt die Bauchmuskulatur trainieren, aber wenig Fokus auf ihren Rücken legen, ist die Bauchmuskulatur mit einer größeren Spannung versehen, selbst im Ruhezustand. Das führt zu einer Dysbalance in der Haltung, dem klassischen Rundrücken.


Die Bandscheibe - oft Ursache, aber nicht immer allein verantwortlich
Bestimmte Rückenschmerzen kommen direkt aus den Bandscheiben und werden diskugene Schmerzen genannt. Häufig aber ist die Bandscheibe nicht der alleinige Verursacher. Vielmehr setzen sich die Beschwerden aus muskulären und gelenkigen Beschwerden zusammen und belasten so wiederum die Bandscheiben. Dr. Gerd Müller, Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Sportmedizin erläutert im Gespräch mit Stefanie Conzelmann (Leiterin Forschung & Entwicklung, Beiersdorf AG) das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten und deren Auswirkung auf unseren Rücken und unser Wohlbefinden.


Bei Menschen, die unter Rückenschmerzen leiden,
wirkt sich das Zusammenspiel der Muskulatur anders aus:

Der Körper versucht, die schmerzhafte Bewegung zu blockieren, indem sich die im Umfeld der Schädigung liegenden Muskeln anspannen. In dem Maß, wie die Spannung der Rückenmuskulatur zunimmt, nimmt der Spannungszustand der Bauchmuskulatur ab. Man nimmt eine Schonhaltung ein, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Dadurch werden betroffene Muskelgruppen über das normale Maß hinaus belastet, was zu weiterführenden Schädigungen des Skeletts und der Muskeln führen kann.

Gegen muskuläre Dysbalancen können Sie eine Menge tun – und zwar durch Bewegung, Dehnung und ganzheitlichen Muskelaufbau. So können Sie dafür sorgen, dass Muskelregionen aufgebaut werden und wieder in ein Gleichgewicht treten. Erwiesenermaßen senkt Bewegung auch unseren Stresspegel.

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